Visa für Singapur

Je nach Nationalität müssen bestimmte Ausländer kein Visum für Singapur beantragen, wenn sie beabsichtigen, weniger als 30 oder 90 Tage im Stadtstaat zu bleiben. Personen aus Ländern, die nicht von der Visumpflicht befreit sind, müssen im Voraus einen Antrag stellen, entweder online oder bei der nächstgelegenen Botschaft von Singapur.

Alle Ausländer, die in Singapur arbeiten möchte, unabhängig von der Nationalität, müssen einen Arbeitspass (Employment Pass) beantragen.  

Staatsangehörige aus Ländern, die von der Visumpflicht befreit sind, benötigen in der Regel nur einen Reisepass, der noch sechs Monate über das Einreisedatum hinaus gültig ist, sowie einen Nachweis über die Weiter-/Rückreise und einen Nachweis über ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts in Singapur. Einige ausländische Staatsangehörige aus Ländern, die nicht von der Visumpflicht befreit sind, können das Visum online beantragen, während andere es persönlich in einer Botschaft beantragen müssen.

Ein Touristenvisum wird je nach Nationalität für einen Zeitraum von 30 bis 90 Tagen erteilt. Es kann innerhalb von Singapur aus verlängert werden. 

Ausländer mit Familienmitgliedern, die entweder Staatsangehörige oder dauerhafte Einwohner von Singapur sind, können einen Long-Term Visit Pass (LTVP) beantragen. Ehepartner von Auswanderern, die ein Kind in Singapur haben oder seit mehr als drei Jahren im Stadtstaat leben, können für den LTVP+ infrage kommen. Dieser ermöglicht Inhabern eine längere Aufenthaltsdauer sowie weitere Vergünstigungen im Gesundheitswesen und bei der Beschäftigung.

Ausländer, die eine Beschäftigung in Singapur aufnehmen möchten, benötigen eine Arbeitserlaubnis. Es gibt drei Arten einer Arbeitserlaubnis. Die Art der Arbeitserlaubnis, die Auswanderer beantragen, hängt weitgehend vom Fachgebiet ab. Der Employment Pass (Arbeitspass) ist für qualifizierte Fachkräfte, der S-Pass für Kandidaten mit mittlerer Qualifikation und die Arbeitserlaubnis (Work Permit) für angelernte Arbeiter in Bereichen wie dem Baugewerbe.

Um sich für eine Art dieser Erlaubnis zu qualifizieren, müssen sich Auswanderer zunächst ein Jobangebot in Singapur sichern.

Employment Pass (Arbeitspass) für Singapur

Bewerber für einen Employment Pass (EP) müssen ein Angebot für eine Fach- oder Führungsposition im Land haben.

Um einen EP zu erhalten, müssen ausländische Arbeitnehmer ein Jobangebot haben, das ihnen ein bestimmtes Gehalt garantiert, das über dem vom Ministry of Manpower (MOM) festgelegten Gehalt liegt. In der Regel kümmert sich der Arbeitgeber um die Beantragung eines EP oder ernennt einen qualifizierten Vertreter, der diese Aufgabe übernimmt. 

Für Erstantragsteller wird ein EP in der Regel für bis zu zwei Jahre gewährt und kann für bis zu drei Jahre verlängert werden. 

EP-Inhaber, die die finanziellen Voraussetzungen erfüllen, können von ihrem Arbeitgeber einen „Dependant's Pass“ (Angehörigenpass) für Ehepartner und unterhaltsberechtigte Kinder unter 21 Jahren beantragen. Für jedes Familienmitglied muss ein separater Antrag gestellt werden.


 

S-Pass für Singapur

Wie bei einem EP müssen S-Pass-Kandidaten in Singapur ein Jobangebot haben, bei dem ein Gehalt über einem bestimmten Betrag pro Monat gezahlt wird. Dieses Jobangebot muss auch ihr Erfahrungsniveau widerspiegeln und Bewerber mit einer höheren Qualifikation müssen mehr Gehalt gezahlt bekommen. 

Die Gehälter für S-Pass-Bewerber sind niedriger als die für EP-Bewerber, da der S-Pass für Kandidaten mit mittlerer Qualifikation und nicht für qualifizierte Fachkräfte vorgesehen ist. Auch hier legt das MOM die erforderlichen Gehälter für S-Pass-Bewerbungen fest.

Bewerber müssen außerdem über einschlägige Berufserfahrung verfügen und einen Abschluss, ein Diplom oder ein technisches Zertifikat haben, das mindestens ein einjähriges Vollzeitstudium nachweist. Arbeitgeber in Singapur müssen den Antrag im Namen der Kandidaten stellen, bevor diese in Singapur ankommen. Außerdem müssen Kandidaten krankenversichert werden. Ein S-Pass ist zwei Jahre gültig und kann jeweils um bis zu drei Jahre verlängert werden.

Wie bei EP-Inhabern können Auswanderer, die einen S-Pass besitzen, Ehepartner und unterhaltsberechtigte Kinder in ihren Anträgen für einen Dependant‘s Pass sponsern. 
 

Arbeitserlaubnis (Work Permit) in Singapur 

Die Arbeitserlaubnis richtet sich an angelernte Arbeiter in Bereichen wie Baugewerbe, Produktion und Dienstleistungen. Es gibt kein festgelegtes Mindestgehalt, aber die Arbeitgeber sind verpflichtet, das Gehalt zu zahlen, das sie auf dem beim MOM eingereichten Antrag angeben. Arbeitgeber sind außerdem verpflichtet, ihren Bewerbern einen Krankenversicherungsschutz zu gewähren.

Jeder der Bereiche, die von der Arbeitserlaubnis abgedeckt werden, hat seine eigenen Anforderungen. Die Erteilung einer solchen Arbeitserlaubnis für Singapur ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Die Regierung hat die Quoten verschärft und viele Unternehmen haben begonnen, sich darauf zu konzentrieren, das vorhandene Personal zu halten. Auswanderer, die sich mit dieser Art von Arbeitserlaubnis im Land aufhalten, sind nicht berechtigt, Familienmitglieder nachkommen zu lassen.

Die Arbeitserlaubnis ist bis zu zwei Jahre gültig, abhängig vom entsprechenden Vertrag der ausländischen Arbeitskräfte.