Qatar

Das Gesundheitswesen in Katar

Die Gesundheitsversorgung in Katar wird durchweg als eine der besten im Nahen Osten bewertet. Viele Ärzte in Katar sind auch Expats und sehr kompetent, und sowohl Katars öffentliche als auch private Krankenhäuser sind ausgezeichnet.

Vielen Einwohnern Katars ist der Zugang zu kostenloser oder subventionierter Gesundheitsversorgung durch das öffentliche Gesundheitssystem garantiert, während es für alle, die eine schnellere oder spezialisiertere Behandlung wünschen, eine kostenintensivere private Gesundheitsversorgung gibt. Der Staat hat in letzter Zeit verschiedene Ansätze zur Verteilung der Gesundheitsversorgung erforscht, die sich in Zukunft sowohl auf das private als auch auf das öffentliche Gesundheitssystem auswirken könnten. Ein Beispiel dafür ist das ausgesetzte Social Medical Insurance Scheme, das eine private Krankenversicherung für alle Expats verpflichtend gemacht hätte. Gleichzeitig wäre der Zugang von Expats zur öffentlichen Gesundheitsversorgung eingeschränkt worden.

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Die öffentlichen Krankenhäuser und Kliniken in Katar hatten Vorteile durch die hohen staatlichen Investitionen, sind gut ausgestattet und beschäftigen hochqualifiziertes medizinisches Personal. Das öffentliche Gesundheitssystem wird von der staatlichen Hamad Medical Corporation (HMC) betrieben, die die öffentlichen medizinischen Einrichtungen in Katar leitet. Katarische Staatsangehörige oder Personen mit katarischem Aufenthaltsstatus erhalten in den Kliniken und Krankenhäusern der HMC eine stark subventionierte und umfassende öffentliche Gesundheitsversorgung.

Der Zugang zu den öffentlichen Leistungen erfolgt über eine von der Regierung ausgestellte Gesundheitskarte, die in jedem HMC-Gesundheitszentrum beantragt werden kann. Obwohl die subventionierte öffentliche Gesundheitsversorgung die Behandlungskosten erheblich reduziert, müssen Expats unter Umständen dennoch einige medizinische Kosten selbst tragen.

Die private Gesundheitsversorgung in Katar ist ein schnell wachsender Sektor und wird sowohl durch die Nachfrage der Bevölkerung nach schnellerem Service als auch durch die allmähliche Zunahme der Bevölkerung in Katar angetrieben. Die private Gesundheitsversorgung bietet mehr Optionen für spezialisierte Verfahren sowie größere Freiheit bei der Auswahl der Ärzte. Private Einrichtungen sind genauso gut, wie die öffentlichen, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Behandlungen häufig schneller erfolgen.

Da Expats, die das öffentliche Gesundheitssystem nutzen, für einige Medikamente und Dienstleistungen immer noch bezahlen müssen, investieren viele in eine private Krankenversicherung, um die öffentliche Gesundheitsversorgung zu ergänzen, die sie möglicherweise erhalten. Viele Expats erhalten auch eine private Krankenversicherung, weil ihr Arbeitgeber sie entweder bezuschusst oder für ihre Krankenversicherung aufkommt. Aus diesen Gründen und wegen der Ungewissheit, wie der Staat die öffentliche Gesundheitsversorgung in Zukunft gestalten wird, sollten sich Expats, die nach Katar ziehen, über die Möglichkeiten einer privaten Gesundheitsversorgung informieren.

Apotheken sind in Katar weit verbreitet, mit vielen 24-Stunden-Apotheken in Doha. Es gibt auch Apotheken, die an die meisten größeren Krankenhäuser angeschlossen sind. Einwohner von Katar können mit ihrer Gesundheitskarte subventionierte Medikamente von staatlichen Apotheken erhalten.

Obwohl die meisten Medikamente in Katar erhältlich sind, kann es sein, dass bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente im Land nicht verfügbar sind. Einige im Westen gebräuchliche Medikamente, wie z. B. viele Marken von Antidepressiva, sind in Katar verboten. Daher besteht keine Möglichkeit, sich während eines Aufenthalts im Land damit zu versorgen.

Katar ist ein sehr sicheres Land und während eines Aufenthalts in Katar sollten keine größeren Gesundheitsrisiken auftreten. Trotzdem sollte sechs Wochen vor einer Reise nach Katar ein Arzt sicherstellen, dass alle Impfungen auf dem neuesten Stand sind.

Viele Expats, die nicht an sengende Temperaturen gewöhnt sind, können anfällig für Sonnenstich und Sonnenbrand sein, da die Temperaturen in den Sommermonaten oft 50°C erreichen. Auch eine Dehydrierung ist in den heißesten Monaten ein Gesundheitsrisiko. Diese Umweltgefahren können vermieden werden, indem man über den Tag verteilt viel Wasser trinkt und sich vor allem während der Mittagshitze in geschlossenen Räumen aufhält.

Die allgemeine Notfallnummer für Katar ist die 999. Anrufe können auf Englisch oder auf Arabisch beantwortet werden. Die Reaktionszeiten für öffentliche Krankentransporte sind im ganzen Land sehr schnell, besonders jedoch in Doha. Krankentransporte werden normalerweise an öffentliche Krankenhäuser verwiesen, aber einige private Krankenhäuser sowie das Qatar Red Crescent (Rotes Kreuz in Katar), betreiben ihre eigenen Krankentransporte. Im ganzen Land gibt es auch Luftrettungsdienste mit Rettungshubschraubern. 
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