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Ipsos research


Gesundheit, Wohlbefinden und Familie sind nach COVID oberste Priorität für Berufstätige im Ausland

22. Juli 2020

Dienstag, 21. Juli 2020: Die Auswirkungen von COVID-19 führen zu einer Verlagerung der Werte für viele Expats. 62 % sagen, dass sich ihre Zukunftspläne aufgrund der Pandemie verändert haben. Von diesen Befragten gaben 53 % an, dass Gesundheit und Wohlbefinden jetzt für sie noch wichtiger sind, und 48 %, dass die Familie jetzt einen noch höheren Stellenwert hat als vor COVID-19. Die Mehrheit (73 %) sagt, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Familie jetzt ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung ist, ob sie im Ausland bleiben oder zurück in die Heimat gehen. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Studie von IPSOS MRBI im Namen von Allianz Care, der internationalen Krankenversicherungsmarke von Allianz Partners.

Als ursprüngliche Gründe für einen Umzug ins Ausland gaben fast die Hälfte der Befragten (49 %) finanzielle Vorteile als wichtigsten Faktor an. Jedoch ist das Streben nach einer besseren Lebensqualität, Gesundheit und Wohlbefinden für die Mehrheit der wichtigste Grund.  

Die Studie wurde unter Expats, die in einem anderen Land geboren und aufgewachsen sind und im Vereinigten Königreich, Frankreich, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur leben, durchgeführt. Sie untersuchte die Auswirkungen von COVID-19 auf sie und ihre Familien, wer die „Expats“ von 2020 sind und welche Herausforderungen sie meistern müssen.

Die meisten der Befragten (71 %) waren mit ihrer Familie ins Ausland gezogen, die Hälfte aller Befragten (51 %) leben mit ihren Kindern im neuen Land. Die Ergebnisse sind hauptsächlich positiv. Fast zwei Drittel (65 %) sagten, dass das Leben im Ausland eine positive Auswirkung auf die allgemeine Gesundheit ihrer Familie hat. 22 % führen dies darauf zurück, eine bessere Lebensqualität erreichen zu können, während 21 % sagten, dass sie besseren Zugang zu Services bezüglich Gesundheit und Wohlbefinden hätten.

Das Streben nach einem guten Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben ist für 70 % der Expats ein wichtiger Einflussfaktor bei der Entscheidung, ob Sie im Ausland bleiben oder in die Heimat zurückgehen. Bei dieser Anzahl sagen drei von fünf Befragten (60 %), dass sie im Ausland einen besseren Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben als in der Heimat erleben. Diese Zahl steigt in Kanada auf 72 % und in den VAE auf 71 %, obwohl mehr als ein Viertel (26 %) der in Singapur lebenden Expats den Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben dort schlechter finden.

Die meisten Befragten gaben an, dass sie während ihres Auslandsaufenthaltes Zugang zu einer qualitativ besseren Gesundheitsversorgung und besseren Services hatten, was sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirkt. Es gab jedoch regionale Unterschiede. 72 % in Singapur, 67 % in den VAE, 62 % in Frankreich und 58 % in Kanada empfanden die Services als besser als in ihrem Heimatland. 23 % der Befragten, die im Vereinigten Königreich leben, fanden die Qualität der Services für Gesundheit und Wohlbefinden dort schlechter als in ihrem Heimatland.

Der Begriff „Expat“ ist auch 2020 nach wie vor der bekannteste Begriff, mit dem sich Menschen identifizieren, wenn sie sich als eine Person beschreiben, die im Ausland lebt und arbeitet. Jedoch ändern sich die Vorlieben und es gibt von Land zu Land wesentliche Unterschiede. Diese Community bezeichnet sich nicht mehr als „Expats“, sondern nutzt lieber Begriffe wie „Weltbürger“ und „Zuwanderer“ oder bezeichnet sich als „international berufstätig“.

Die VAE wird traditionell mit „Expats“ in Verbindung gebracht. Dort wird der Begriff noch von mehr als drei Viertel der ins Ausland entsandten Mitarbeiter (76 %) verwendet. In Singapur sinkt diese Zahl auf 35 % und auf weniger als ein Viertel im Vereinigten Königreich (24 %) und in Frankreich (23 %) sowie auf nur 11 % in Kanada. In diesen Ländern wird der Begriff „Weltbürger“ heute häufiger verwendet, d. h. zu 48 % im Vereinigten Königreich, zu 33 % in Frankreich, zu 29 % in Singapur und zu 26 % in Kanada.

Paula Covey, Allianz Partners Chief Marketing Officer for Health äußerte sich zu den Ergebnissen der Studie:

„2020 hat sich das Leben weltweit für viele von uns entscheidend verändert, da wir mit den Folgen von COVID-19 zu tun haben. Wir wurden quasi über Nacht dazu gezwungen, unser Leben komplett umzustellen. Das führte wiederum dazu, dass wir unseren bisherigen Lebensstil überdenken und neu abwägen mussten, was wirklich wichtig ist. Genau das gleiche gilt für Expats, die überall auf der Welt leben und im Einsatz sind. Das zeigt sich sehr stark in der zunehmenden Priorisierung von Gesundheit und Familie.

„Wir sehen auch, dass sich die Lebenspläne dieser Menschen verlagern. In der Vergangenheit waren Aufträge für Expats hochbezahlt und oft kurzfristig, doch unsere Studie ergab, dass diese Community jetzt eher langfristige Aufträge für ein Leben im Ausland annimmt. 76 % sagten, dass sie seit dem Umzug ins neue Land den Job gewechselt haben, 59 % haben ein Eigenheim gekauft und 58 % gaben an, dass sie langfristig in ihrer Wahlheimat bleiben möchten. Es ist ein interessanter Trend und wir sollten Arbeitgeber beobachten, die sich zunehmend vom traditionellen Modell der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland wegbewegen und stattdessen in jedem Markt häufiger vor Ort einstellen.

„Diese Studie ist für Allianz Care sehr nützlich, um die Herausforderungen und Erwägungen zu verstehen, mit der diese Community in einer Welt nach COVID konfrontiert wird. Dadurch sehen wir, wo wir mit Tools, Anleitungen und Informationen Unterstützung bieten können. Es überrascht wenig, dass die Distanz zu Freunden und Familie als die größte Herausforderung für ein Leben im Ausland genannt wird (47 %), gefolgt vom Wetter (39 %) und kulturellen Unterschieden bei 33 % der Befragten. Wir können das Klima eines Landes nicht ändern, aber wir können Services anbieten, um die mentale Gesundheit zu unterstützen, wenn Menschen mit Einsamkeit umgehen müssen, ihre Freunde oder die Familie vermissen oder Schwierigkeiten beim Einleben haben. Wir können auch Unterstützung bieten, um Menschen dabei zu helfen, sich in ihrer neuen Heimat einzufinden und stellen Anleitungen zu kulturellen Unterschieden zur Verfügung, mit denen man in Ländern weltweit rechnen muss. Wir hören unseren Kunden zu und können dadurch unsere Services und Angebote regelmäßig anpassen, um den wandelnden Bedürfnissen an eine Gesundheitsversorgung gerecht zu werden. Die Pandemie hat uns allen gezeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können.“

Allianz Care bietet internationale Kranken-, Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen und Services für multinationale Unternehmen, zwischenstaatliche Organisationen, Regierungsorganisationen, Privatkunden und Familien.